Praxis für systemische Therapie

Beratung - Therapie - Aufstellungen

TRAUMATISIERUNG DURCH DOUBLEBINDS

 

WAS VERSTEHT MAN UNTER DOUBLEBIND?

Unter Doublebinds oder Doppelbotschaften versteht man ein Kommunikationsmuster, bei dem paradoxerweise das, was verbal geäußert wird, nonverbal durch Gestik, Mimik oder Klangfarbe der Stimme wieder aufgehoben wird. Da nach Paul Watzlawick auch Verhalten Kommunikation ist (2000, S.53), können Doublebinds auch dadurch entstehen, dass genau das Gegenteil von dem getan wird, was besprochen wurde.

 

WAS BEWIRKT DER DOUBLEBIND?

Wenn Kinder mit diesem Muster aufwachsen, lernen sie, ihren eigenen Wahrnehmungen und Gefühlen zu misstrauen: Das, was sie fühlen, ist immer falsch! Eine solche Prägung behindert in der Regel die Entwicklung eines gesunden Selbstwertgefühls. In so geprägten Familien ist die Klärung von Schwierigkeiten darüber hinaus schwierig bis unmöglich. So lernen die Kinder, dass Beziehungsprobleme unlösbar sind. Es dürfte deshalb kaum verwundern, dass die sogenannten „unlösbaren“ Familien- und Paarkonflikte nicht selten auf Doublebinds beruhen.

 

WIE WIRD MAN DOUBLEBINDS WIEDER LOS?

Bei allem Unheil, das dieses Kommunikationsmuster anrichtet, bleibt es ein Muster, das erlernt und demzufolge auch wieder verlernt werden kann. Die Prognose ist demzufolge sehr gut. Alle, die das Muster ernsthaft loswerden wollen, schaffen das auch.

 

WEITERFÜHRENDE INFORMATION

Mit ihrem Buch, „Wege aus der Zwickmühle, Doublebinds verstehen und lösen“ schrieben Christiane und Alexander Sautter das erste Buch über Doublebinds, das die Auswirkungen des paradoxen Kommunikationsmusters gut verständlich beschreibt.